Leistungskultur und Übertritt

Keine klassische Notengebung

An der Karfunkel Regensburg wird es keine Ziffernnoten oder Verbalbeurteilungen im klassischen Sinn geben. Wir setzen stattdessen auf individualisierte Rückmeldung und dokumentieren dazu die Lernentwicklung regelmäßig mit den Kindern zusammen.

Wir bieten Unterstützung  beim Anfertigen eines Portfolios oder Lerntagebuchs an. Auf diese Weise soll nicht nur die natürliche Freude am Lernen erhalten bleiben, sondern darüber hinaus auch die Fähigkeit zum konstruktiven Umgang mit Kritik zur Selbsteinschätzung gefördert werden.

Wir kritisieren die klassische Notengebung, da sie fast ausschließlich der Selektion, also dem Aussortieren und Einpassen von Kindern in Klassen und Schularten dient. Der Vergleich und das Aussortieren der Schüler/innen in der aktuellen Bildungslandschaft zwingt Kinder mit all ihren unterschiedlichen Interessen, Neigungen, Fähigkeiten, Belastungen, Erfahrungen, Lebens- und Lernbiographien und familiären Hintergründen in eine Position, in der sie „gleich“ sein müssen. Das heißt, sie müssen zum gleichen Zeitpunkt das gleiche wissen und dies auch zeigen können. Dies ist aus unserer Sicht weder wahrscheinlich noch erstrebenswert und kann sich sogar negativ auf die Entwicklung der Persönlichkeit auswirken.

Dass die Arbeit mit Portfolios und Lerntagebüchern ein sinnvoller Weg der Leistungserziehung ist, beweisen unter anderem die PISA- Ergebnisse von Ländern wie Finnland oder Schweden, die Lernberichte als Noten- Ersatz weit über die Primarstufe hinaus eingeführt haben.

Übertritt und Abschlussmöglichkeiten

Nach vier Schuljahren steht es den Kindern grundsätzlich frei, alle weiterführenden Schularten zu besuchen. Für die Realschule und das Gymnasium ist dazu das Absolvieren des so genannten Probeunterrichts verpflichtend. Im Falle eines Übertritts werden die Kinder auf Wunsch durch spezifische Förderangebote unterstützt. Wir begleiten die Schüler/innen individuell bei ihrem Weg durch die Aufnahmeprozedur. Dies umfasst neben spezieller Kursangebote und einer umfassenden individuellen Unterstützung, auch eine intensive Beratung aller Beteiligten sowie die enge Kooperation mit ortsansässigen weiterführenden Schulen.

Die „Freie Schule für ALLE“ ist zunächst als Grundschule geplant. Eine baldige Erweiterung im Sekundarbereich ist jedoch angedacht.